Wuppertal

Führungszeugnis in Wuppertal beantragen

Sie möchten ein Führungszeugnis oder ein erweitertes Führungszeugnis für Ihren Arbeitgeber oder eine andere Einrichtung in der Bundesrepublik Deutschland in Wuppertal beantragen? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Wir haben alle Informationen und Artikel für Sie auf dieser Seite zusammengefasst und freuen uns, Ihnen bei der Beantragung des Führungszeugnisses mittels unserem Ratgeber behilflich zu sein.

Was ist ein polizeiliches Führungszeugnis?

Das polizeiliche Führungszeugnis gibt Auskunft über den den Antragssteller betreffenden Inhalt des Bundeszentralregisters. Das Register wird vom Bundesamt für Justiz in Bonn geführt und speichert etwaige strafgerichtliche Verurteilungen eines jeden Bundesbürgers. Ein solches Führungszeugnis kann von Arbeitgebern als Teil der Bewerbung gefordert werden. Insbesondere für die Aufnahme einer Tätigkeit in sicherheitssensiblen Branchen oder für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden.

Welche Straftaten in das polizeiliche Führungszeugnis aufgenommen werden dürfen und wann der Eintrag verjährt wird in § 32 des Bundeszentralregistergesetzes (BZRG) geregelt. Der Antrag auf Einsicht in das Register oder auf Ausstellung des Führungszeugnisses kann nur persönlich von der betroffenen Person erfolgen. Für gewisse Instanzen besteht eine Ausnahmeregelung. So dürfen Gerichte, Staatsanwaltschaft oder Kriminalpolizei im Rahmen einer Ermittlung ohne Einwilligung und Wissen des Betroffenen Einsicht in dessen Führungszeugnis nehmen.

Welche Arten gibt es?

Je nach Verwendungszweck gibt es verschiedene Arten des Führungszeugnisses. Hauptsächlich unterscheiden sich diese in Bezug auf den Inhalt. Welches Führungszeugnis benötigt wird muss bei der Antragsstellung mitgeteilt werden.

1. ) Einfaches Führungszeugnis

Dies ist die am häufigsten beantragte Variante. Jeder Bundesbürger ab Vollendung des 14. Lebensjahres kann es bei seiner zuständigen Meldebehörde beantragen. Bei Minderjährigen ist auch der gesetzliche Vertreter zur Antragsstellung berechtigt. Das einfache Führungszeugnis dient eigenen Zwecken, beispielsweise zur Vorlage bei einem Arbeitgeber. Es wird daher oftmals auch als privates Führungszeugnis bezeichnet.

Bei dieser Art des Führungszeugnisses werden nicht alle im Register erfassten Straftaten aufgeführt. Geringfügige Vergehen bleiben unerwähnt. Darunter werden auf Bewährung ausgesetzte Jugendstrafen und Verurteilungen zu Geldstrafen von weniger als 90 Tagessätzen verstanden. Eine verhängte Freiheitsstrafe von weniger als drei Monaten zählt ebenfalls dazu.

Es gibt Ausnahmen, in denen solch geringfügige Vergehen dennoch im einfachen Führungszeugnis aufgeführt werden. Dies ist bei Wiederholungstätern der Fall, die im Register bereits einen Eintrag auf Grund eines minder schweren Vergehens haben. Darüber hinaus gilt die Ausnahmeregelung, wenn die geringfügige Verurteilung in Zusammenhang mit einem Sexualdelikt nach § 174 – 180 oder 182 des Strafgesetzbuches (StGB) erfolgt ist.

Die Eintragungen verjähren nach einer gewissen Zeit und werden gelöscht. Sie sind dann noch im Register erfasst, erscheinen jedoch nicht mehr im einfachen Führungszeugnis. Die Verjährungsfrist richtet sich nach der verhängten Strafe und liegt zwischen drei und zehn Jahren.

2. ) Behördliches Führungszeugnis

Diese Art des Führungszeugnisses wird zur Vorlage bei einer Behörde benötigt. Dies ist relevant für Menschen, die ein Gewerbe anmelden möchten. In diesem Führungszeugnis erscheinen neben strafrechtlichen Verurteilungen auch Entscheidungen von Verwaltungsbehörden. Das kann beispielsweise der Widerruf der Gewerbeerlaubnis oder der gerichtlich angeordnete Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik sein. Geringfügige Straftaten erscheinen nur dann in dieser Art des Führungszeugnisses, wenn Sie im Zusammenhang mit der Ausübung eines Gewerbes oder einer anderen wirtschaftlichen Unternehmung verübt wurden.

Die Zustellung des Führungszeugnisses erfolgt direkt an die entsprechende Behörde. Der Antragssteller hat das Recht, vorab Einsicht zu nehmen. In diesem Fall erfolgt die Zustellung an das örtliche Amtsgericht. Nach Einsicht kann die betreffende Person entscheiden, ob das Führungszeugnis an die Behörde weitergeleitet oder vernichtet wird.

3. ) Erweitertes Führungszeugnis

Bei Aufnahme einer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit im sozialen Bereich wird eine Prüfung der persönlichen Eignung vorgenommen. Dafür wird unter anderem das erweiterte Führungszeugnis verlangt. Dies gilt speziell für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Der Arbeitgeber oder Träger der gemeinnützigen Organisation fordert den Bewerber schriftlich auf, das erweiterte Führungszeugnis vorzulegen. Diese Aufforderung muss dem Antrag beigelegt werden.

Der Unterschied zum einfachen Führungszeugnis liegt im Inhalt. Das erweiterte Führungszeugnis beinhaltet auch geringfügige Verurteilungen. Zudem ist die Frist bis zur Löschung der Einträge weitaus länger als beim privaten Führungszeugnis. Hier richtet sich die Verjährungsfrist ebenfalls nach der verhängten Strafe, liegt allerdings zwischen fünf und zwanzig Jahren.

4. ) Europäisches Führungszeugnis

In Deutschland lebende EU – Bürger können das Europäische Führungszeugnis beantragen. Dies gibt neben Auskunft über Eintragungen im Bundeszentralregister auch Auskunft über Eintragungen im Strafregister des Herkunftslandes. Die Beantragung erfolgt bei der zuständigen Meldebehörde. Das Bundesamt für Justiz fordert den entsprechenden Registerauszug beim jeweiligen EU – Staat an.

Wie kann man ein polizeiliches Führungszeugnis in Wuppertal beantragen?

Die Anlaufstelle zur Beantragung des Führungszeugnisses ist die für einen zuständige Meldebehörde. Dies kann das Rathaus in Wuppertal oder die für die verschiedenen Stadtteile zuständigen Bürgerbüros sein. Die Antragsstellung kann nur von der Person erfolgen, über die Auskunft erteilt werden soll.

Die Ausstellung des Führungszeugnisses kostet 13 Euro. Ausgenommen von der Gebührenpflicht sind ehrenamtliche Mitarbeiter und Menschen die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder BaföG beziehen. Je nach Art des Führungszeugnis sind verschiedene Dokumente dem Antrag beizulegen.

Nach Bearbeitung des Antrags beim Bundesamt für Justiz wird das Führungszeugnis entweder an die eigene Adresse oder zu einer bestimmten Behörde geschickt. Die Bearbeitungszeit liegt bei ungefähr zwei bis drei Wochen.

Fünf Schritte bei der Beantragung des Führungszeugnisses in Wuppertal

  1. Die Abgabe von Anträgen auf die Ausstellung eines Führungszeugnis in den Meldebehörden Wuppertals erfolgt ausschließlich per Termin. Zur Terminvereinbarung kann die zuständige Meldebehörde telefonisch kontaktiert werden. Auch das Onlineportal der Stadt Wuppertal kann dazu genutzt werden.
  2. Zum vereinbarten Termin wird der Antrag auf Ausstellung eines Führungszeugnisses vom zuständigen Sachbearbeiter ausgehändigt. Auf diesem Antrag müssen die persönlichen Daten eingetragen werden. Der Reisepass oder Personalausweis muss vorgelegt werden. Bei Beantragung eines behördlichen Führungszeugnisses in Wuppertal muss zudem der Name und die Anschrift der Behörde aufgeführt werden, da das Führungszeugnis direkt an die Behörde zugestellt wird.
  3. Hat man den Antrag ausgefüllt sind in bestimmten Fällen weitergehende Dokumente beizulegen. Bei Antrag des erweiterten Führungszeugnisses ist dies die schriftliche Aufforderung des Arbeitgebers oder gemeinnützigen Trägers auf Vorlage des Führungszeugnisses. Das entsprechende Formular kann als Vordruck im Onlineportal der Stadt Wuppertal ausgedruckt werden.
  4. Ist der Antrag vollständig und vom Sachbearbeiter entgegen genommen müssen die Gebühren entrichtet werden. Diese liegen bei 13 Euro und sind vor Ort zu zahlen. Als Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder BaföG ist man von dieser Pflicht befreit. Dazu muss der Antragssteller einen entsprechenden Nachweis erbringen.
  5. Hat man die Gebühren bezahlt leitet der Sachbearbeiter den Antrag samt Dokumenten an das Bundesamt für Justiz in Bonn weiter. Dort wird der Antrag innerhalb von zwei bis drei Wochen bearbeitet. Je nach beantragter Art, wird das Führungszeugnis an die eigene Adresse oder direkt an eine Behörde versandt.

Voraussetzungen für die Beantragung eines Führungszeugnisses in Wuppertal

  • Das 14. Lebensjahr ist vollendet
  • Die Antragsstellung erfolgt persönlich
  • Zur Antragsstellung wurde ein Termin vereinbart
  • Der Antragssteller legt seinen Personalausweis oder Reisepass vor
  • Eventuell geforderte Dokumente liegen vor

Adresse, Kontaktdaten und Öffnungszeiten

Einwohnermeldeamt Wuppertal
Steinweg 20
42275 Wuppertal

Telefon: +49 202 563 7575
Telefax: +49 202 563 8000

Montag: 07:00 – 14:00 Uhr
Dienstag: 07:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch: 07:00 – 16:00 Uhr
Donnerstag: 07:00 – 18:00 Uhr
Freitag: 07:00 – 14:00 Uhr

Bürgerbüro Ronsdorf:
Dienstag: 08:00 – 16:00 Uhr

Bürgerbüro Cronenberg:
Mittwoch: 08:00 – 16:00 Uhr

Bürgerbüro Langerfeld:
Mittwoch: 08:00 – 16:00 Uhr

Bürgerbüro Vohwinkel:
Donnerstag: 08:00 – 16:00 Uhr

Führungszeugnis in Wuppertal online beantragen

Bis auf das Europäische Führungszeugnis können alle anderen Arten auch online beantragt werden. Dies ist auf der Internetseite des Bundesamt für Justiz möglich. Für dieses Verfahren wird ein Personalausweis mit Online – Ausweisfunktion, das entsprechende Kartenlesegerät und gegebenenfalls ein Scanner zum Einscannen erforderlicher Dokumente benötigt. Die Bezahlung der Gebühren kann per Visa, Master Card oder giroPay erfolgen. Für den Vorgang muss auf dem Computer die Ausweis – App2 installiert sein. Nach Verarbeitung des Antrags beim Bundesamt für Justiz wird das Führungszeugnis postalisch zugesandt. Auch hier beträgt die Bearbeitungsdauer ungefähr zwei bis drei Wochen.