Frankfurt

Polizeiliches Führungszeugnis in Frankfurt beantragen

Sie möchten ein Führungszeugnis oder ein erweitertes Führungszeugnis für Ihren Arbeitgeber oder eine andere Einrichtung in der Bundesrepublik Deutschland in Frankfurt am Main beantragen? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Wir haben alle Informationen und Artikel für Sie auf dieser Seite zusammengefasst und freuen uns, Ihnen bei der Beantragung des Führungszeugnisses mittels unserem Ratgeber behilflich zu sein.

Was genau ist ein Führungszeugnis?

Häufig fordern Arbeitgeber ein polizeiliches Führungszeugnis, um sicher zu gehen, dass bei den Mitarbeitern keine Vorstrafen vorliegen. Bei dem Umgang mit Kindern als Betreuer/in ist ein solches erweitertes Zeugnis oft obligatorisch, um die Minderjährigen zu schützen, aber auch Arbeitsplätze, an denen es um sensible Daten oder um Geldbeträge geht, müssen Arbeitgeber sicher gehen, dass die Mitarbeiter nicht straffällig waren.

Das Führungszeugnis wird vom Bundeszentralregister aus Bonn verschickt und enthält Informationen darüber, ob und wodurch ein Bürger straffällig geworden ist. Enthalten sind nur rechtskräftig gesprochene Urteile, wurde eine Strafe durch Geldbuße ausgesetzt ist dies nicht enthalten. Verkehrssünder, die regelmäßig Strafen zahlen müssen oder Punkte in Flensburg haben, müssen nicht befürchten ein negatives Führungszeugnis zu erhalten.
Es gibt bestimmte Fristen, nach denen die Eintragungen, aus Gründen der Resozialisierung von Straftätern, verjähren, sodass nicht unbedingt alle Vorstrafen eingetragen sein müssen, wenn sie lang genug zurück liegen.
Das Führungszeugnis jedes Bürgers muss geschützt werden und kann daher nicht einfach von Arbeitgebern angefordert werden, ein Antrag muss also immer durch die betroffene Person selbst vorgenommen werden.

Die Arten der Führungszeugnisse

Neben dem „einfachen“ Führungszeugnis gibt es das oben erwähnte erweiterte Führungszeugnis, das nur ausgestellt wird, wenn eine Bescheinigung vom Arbeitgeber vorliegt und der Jugendschutz im Vordergrund steht, es enthält im Gegensatz zum privaten oder behördlichen Führungszeugnis auch geringere Verurteilungen oder solche, die schon länger zurück legen, wenn sie im Zusammenhang mit der Gefährdung von Minderjährigen stehen.

In den meisten Fällen wird das Führungszeugnis an die private Adresse der Person geschickt (privates Führungszeugnis), über die das Führungszeugnis ist, handelt es sich jedoch um eine Behörde, die das Zeugnis fordert, wird das Führungszeugnis direkt dort hin gesendet. Wer vor Zusendung an die Behörde Einsicht nehmen möchte, kann das Zeugnis an das nächste Amtsgericht schicken lassen und dort einsehen, bevor es an die Behörde geschickt wird.

Jede natürliche Person, die das 14. Lebensjahr vollendet hat, kann ein Führungszeugnis im Bürgeramt seines Wohnsitzes beantragen. Ein Antrag kann online oder persönlich und sogar postalisch erfolgen. Für einen Antrag online ist ein neuer Personalausweis oder die elektronische Aufenthaltserlaubnis und ein Kartenlesegerät erforderlich. Auf dem Postweg muss eine Kopie des Personalausweises und eine beglaubigte Unterschrift eingesendet werden. Der persönliche Weg ist daher der einfachste:
Der Antragsteller muss das für ihn zuständige Bürgeramt aufsuchen, in Frankfurt gibt es mehrere Ämter, zum Beispiel in Sachsenhausen, Höchst, Dornbusch aber auch Außenstellen in Fechenheim oder Harheim.

Das Zentrale Bürgeramt an der Zeil 3,60313 Frankfurt befindet sich hinter der Konstablerwache und ist somit öffentlich für Jeden gut zu erreichen.

Die Öffnungszeiten sind:

Mo 09:00 – 17:00 Uhr
Di 07:30 – 13:00 Uhr
Mi 07:30 – 13:00 Uhr
Do 10:00 – 18:00 Uhr
Fr 07:30 – 13:00 Uhr
wobei es möglich ist Termine online zu reservieren, um sich lange Wartezeiten zu ersparen.
Man meldet sich im Erdgeschoss an, indem man an der Information sein Anliegen nennt und eine Wartenummer erhält. Je nach Tag und Uhrzeit kann es sehr voll sein, sodass es zu langen Wartezeiten kommt. Die Angestellten sind aber sehr bemüht und freundlich und wenn man alle erforderlichen Unterlagen dabei hat, kann man damit rechnen schnell mit der Antragsstellung fertig zu sein. Benötigt werden der Personalausweis und 13 Euro, zu bezahlen in Bar oder mit Kreditkarte.

Anforderungen an den Antragsteller

Außerdem, in bestimmten Fällen:
– Eine Vertretungsvollmacht (bei gesetzlicher Vertretung)
– Den Verwendungszweck und die genaue Bezeichnung der Behörde (Anschrift mit Postleitzahl der Empfängergemeinde), wenn das Zeugnis für eine Behörde ist
– Den Verwendungszweck und die genaue Bezeichnung der Behörde (Anschrift mit Postleitzahl der Empfängergemeinde) unter Angabe des Amtsgerichts, wenn eine vorherige Einsichtnahme gewünscht ist
– Eine schriftliche Aufforderung der Stelle, die das erweiterte Führungszeugnis verlangt und in der diese bestätigt, dass die Voraussetzungen des § 30a Abs. 1 BZRG vorliegen, wenn eine erweiterten Führungszeugnis beantragt wird

Nach Vorlegen des Personalausweises und gegebenenfalls weiteren Unterlagen und Bezahlen der Gebühr wird eine Quittung ausgestellt. Derzeit dauert die Zustellung 10-14 Tage (Stand 10.08.2017) und muss an die Meldeadresse der Person erfolgen. Es kann Schwierigkeiten bei der Zustellung geben, wenn am Briefkasten andere oder keine Namen stehen, es sollte also vorher sichergestellt werden, dass die eigene Adresse für den Briefträger ersichtlich ist, da es um ein wichtiges Dokument geht, das nicht in die falschen Hände geraten sollte.